Bezahlte Mitgliedschaften

  • Klar, PayPal als einziges anzubieten kann auf Dauer nicht gehen, das sehe ich auch so. Lastschrift allerdings jetzt mit seinen ganzen Rechten und Pflichten in die Standardversion zu implementieren ist mit entsprechendem Aufwand verbunden. Ob man diesen Aufwand jetzt Leisten kann, ist dann eben die Frage ;)


    Quote from Matrikular

    Ich habe nun als Quellen nicht Wikipedia oder eine Bankwebseite


    Nein, ich auch nicht (hab noch 2 Jahre in der Commerzbank gearbeitet ;-) ), aber um das ganze etwas zu Unterlegen fand ich die Zitate sinnig.


    Mensch ich find Lastschrift doch auch praktisch und hätte es gerne :D Aber ich glaube eben nicht, dass es "mal eben so" eingebunden ist.

  • Um das Thema bzgl. Lastschrift mal aus meiner Sicht klarzustellen: um die ganzen rechtlichen Anforderungen bin ich mir bewusst. Ich möchte all dies (Lastschriftmandat, Mandatsteferenz etc.) aber auch nicht mittels wbb 4.1 umsetzen, sondern löse dies mit meinem Faktura- und FiBu Programm. Das einzige was ich von meinen Kunden benötige sind IBAN (und BIC) sowie ein (vorläufiges) elektronisches Lastschriftmandat. Mehr wird beispielsweise bei Xing, wenn man eine Premiummitgliedschaft sbschließen möchte, auch nicht abgefragt. All dies soll dann beim Click auf "Bezahlen" per Mail an mich weitergeleitet werden (oder alternativ im Adminbereich als Csv Datei o.ä. herunterladbar sein), so dass ich die Daten habe, um sie in mein Fakturaprogramm (manuell) übernehmen zu können. Mehr nicht! Und DAS sollte zumindest problemlos möglich sein unzusetzen. Wenn man natürlich ein halbes Fakturaprogramm in wbb 4.1 erwartet, wird dies ungleich schwieriger umzusetzen sein. Aber für den Anfang wäre meine "Schmalspurversion" schon mal suuuper toll!!!

  • Eine automatische Generierung von Rechnungen als PDF-Dokument für den Anwendungsfall Deutschland gibt es bisher nicht. Es gibt bisher auch keine Planungen in diese Richtungen von unserer Seite


    ja und was taugt das ganze dann, wenn man einnahmen generiert, für die man dann keine Belege ausser dem Geldeingang hat? - Stichwort Steuer?

  • Das Problem ist, dass das ganze ungemein komplex ist, wenn man das richtig umsetzen will. Das ist einfach den Aufwand für dieses Feature nicht wert (ich habe allein für den Shop über 13 Monate Entwicklung benötigt). WoltLab entwickelt eine Forensoftware und keinen Shop mit Mitgliedschafen und Buchhaltungsmodul. Wenn man so etwas will, benötigt man einfach eine Shopsoftware. Als Alternative kann man natürlich die Rechnungen extern mit einer anderen Software erstellen und dem User per Mail schicken (und selbst das ist rechtlich nicht 100%ig gedeckt).

  • Das Problem ist, dass das ganze ungemein komplex ist, wenn man das richtig umsetzen will. Das ist einfach den Aufwand für dieses Feature nicht wert (ich habe allein für den Shop über 13 Monate Entwicklung benötigt). WoltLab entwickelt eine Forensoftware und keinen Shop mit Mitgliedschafen und Buchhaltungsmodul. Wenn man so etwas will, benötigt man einfach eine Shopsoftware. Als Alternative kann man natürlich die Rechnungen extern mit einer anderen Software erstellen und dem User per Mail schicken (und selbst das ist rechtlich nicht 100%ig gedeckt).


    Womit wir zurück beim Beitrag über deinem wären:


    ja und was taugt das ganze dann

    Lieber mehr sein als scheinen, als mehr scheinen als sein. :)

  • Danke, den kenn ich schon. Aber das beantwortet ja dennoch nicht die Frage nach dem Sinn der Funktion in der gegenwärtigen Form und der Möglichkeit der Nutzung selbiger im rechtlichen Rahmen.

    Lieber mehr sein als scheinen, als mehr scheinen als sein. :)

  • Wenn das so komplex ist.. warum lässt man es dann nicht gleich aus dem Standardumfang raus, um es als optionales Paket separat (aber dafür mit allem pipapo, meinetwegen als Pay-Zusatzplugin) anzubieten?
    Versteh ich ehrlich gesagt nicht.. und auch nicht, was eine Funktion dann nutzt, wenn doch offensichtlich wichtige Dinge fehlen, um das auch produktiv dann nutzen zu können ?(

  • "Nicht jede Person darf eine Rechnung schreiben. Dazu berechtigt sind nur unternehmerisch tätige Personen; Privatpersonen können lediglich Quittungen ausstellen."


    https://www.billomat.com/de/ma…-eine-rechnung-schreiben/


    Selten bekommt man eine Rechnung für eine Bezahlte Mitgliedschaft / Premium-Services. Wie machen die Firmen das dann (Steuerrechtlich)?

  • Selten bekommt man eine Rechnung für eine Bezahlte Mitgliedschaft / Premium-Services.


    Ja, das hab ich mir auch schon gedacht. Ich bin selbst seit 10 Jahren VIP-Mitglied in einer sehr großen deutschen Chatcommunity. Kann mich nicht erinnern, beim oder nach den Bezahlvorgängen je eine Rechnung in irgendeiner Form erhalten zu haben.

  • Ja, das hab ich mir auch schon gedacht. Ich bin selbst seit 10 Jahren VIP-Mitglied in einer sehr großen deutschen Chatcommunity. Kann mich nicht erinnern, beim oder nach den Bezahlvorgängen je eine Rechnung in irgendeiner Form erhalten zu haben.


    Da ist dann die Frage, ob es dort rechtlich auch richtig zugeht. Man begibt sich mit solchen Modulen immer auf Glatteis oder in eine rechtliche Grauzone.


    Folgendes ist nur eine Wiedergabe eines Gesprächs mit einem Jura-Dozenten der HU-Berlin im Bereich Internet- und Geschäftsrecht und stellt keine Rechtsberatung da oder eine rechtliche Auskunft, es ist nur eine Einschätzung!


    Der Knackpunkt hier ist die kostenpflichtige Mitgliedschaft, die durchaus als Dienstleistung angesehen werden kann, sofern eine Dienstleistung erbracht wird, dazu zählt z.B. das Ausblenden von Werbung oder der Zugang zu speziellen Bereichen. Sobald das statt findet, sollte man einen Gewerbeschein haben und ist nach deutschem Gesetzt zur Abfuhr der Umsatzsteuer verpflichten, etwaige Ausnahmen außer Acht gelassen. Ob man für diese Dienstleistung eine Rechnung in Schriftform stellen muss(!) (also PDF in E-Mail oder Co) ist nicht geklärt. Es ist also möglich keine Rechnung zustellen, nur sobald ein Kunde eine Rechnung haben möchte, muss diese ausgestellt werden.


    Für die Steuererklärung wiederum ist keine Rechnung notwendig, es reicht der Posten der Einkünfte und entsprechend die Umsatzsteuer, die sich daraus errechnet. Wichtig könnten die Rechnungen erst werden, wenn man eine Buchprüfung bekommt, im Zweifel ist die Rechnung also eher für den Selbstschutz notwendig, nicht aber für den Kunden. Auch hier gibt es jedoch einfache Wege wie man um die Rechnung selbst rum kommt, nämlich wenn jede Zahlung einzeln verzeichnet wird und mit entsprechender Identifikationsnummer versehen ist (wird eben dann Rechnungsnummer genannt!).


    Spannender wird das nun aufkommende Problem mit den neuen Regelungen der Mehrwertsteuer. Diese wird jetzt bei digitalen Gütern und digitalen erbrachten Dienstleistungen nicht mehr im Land des Betriebs abgerechnet, sondern im Land des Kunden. Hier kommt jetzt eine sehr große Problematik auf die Leute zu: Auch wenn man in Deutschland von der Umsatzsteuer eventuell befreit ist, gilt dass nicht für andere Länder, man könnte also auch als Kleinunternehmer bereits umsatzsteuerpflichtig sein und muss entsprechend den Finanzämter der anderen Länder oder der eingerichteten Stelle beim Finanzamt die Zahlen melden und dann abführen. Dafür ist wiederum eine genaue Buchhaltung notwendig mit den Informationen, von woher eine Person kommt.


    Die Funktion, so wie sie aktuell zu sehen ist, ist daher für viele eher eine tickende Zeitbombe, sofern nicht entsprechende Maßnahmen im Vorfeld getroffen werden um wichtige Daten von den Mitgliedern zu erfassen und auch die Buchhaltung entsprechend zu führen. Von einem Einsatz der Funktion ohne vorherige genaue Absprache mit einem Buchhalter/Steuerberater und/oder Rechtsanwalt, ist abzuraten und vor allem sollte man nicht auf die dumme Idee kommen, etwas als Spende zu deklarieren, dass könnte noch fiesere Konsequenzen nach sich ziehen.


    Kurz um, das Gespräch in der Uni war, was diese Funktion angeht, sehr aufklärend und gleichzeitig auch ernüchternd. Aussage: Finger weg wenn man nicht weiß, was man tut. Fazit für die Kunden: Halbgare Umsetzung und tickende Zeitbombe. Hier wäre es besser gewesen, die Funktion wirklich in ein Addon zu verlagern, dass man dann entsprechend kostenpflichtig anbietet und dann dafür wirklich soweit alles klärt, dass die Funktion auch von Laien eingesetzt werden kann, ohne Anpassungen. Wer auf kostenpflichtige Mitgliedschaften angewiesen ist oder diese anbieten möchte, sollte lieber zu VieCodes-Produkten greifen, dort ist man auf der sichereren Seite und läuft nicht Gefahr, dass das Finanzamt die Bücher prüft oder man Steuerschulden hat, ohne dass man es weiß.

    Meinungsfreiheit ist keine Einbahnstraße

    - Teralios irgendwann 2017 in einer Diskussion

  • Das Problem ist, dass das ganze ungemein komplex ist, wenn man das richtig umsetzen will. Das ist einfach den Aufwand für dieses Feature nicht wert (ich habe allein für den Shop über 13 Monate Entwicklung benötigt). WoltLab entwickelt eine Forensoftware und keinen Shop mit Mitgliedschafen und Buchhaltungsmodul. Wenn man so etwas will, benötigt man einfach eine Shopsoftware. Als Alternative kann man natürlich die Rechnungen extern mit einer anderen Software erstellen und dem User per Mail schicken (und selbst das ist rechtlich nicht 100%ig gedeckt).


    Wer bezahlte Mitgliedschaften anbietet, betreibt einen shop mit allen Konsequenzen.
    Alles andere sind Ausreden für faulheit.
    Wenn ich mir überlegen muss, ob ich bezahlte Mitgliedschaften überhaupt anbiete, weil der Verwaltungsaufwand so hoch ist, dass es sich kaum lohnt... dann lass ich es.


    Entweder macht man ein Plugin richtig, oder gar nicht...
    Aber Verkaufen ohne automatische Rechnungsstellung ist einfach quatsch.


    P.S.: Wofür ist eigentlich dein Shop gut, wenn man alle features, die man wirklich braucht nochmal extra dazu kaufen muss?

  • P.S.: Wofür ist eigentlich dein Shop gut, wenn man alle features, die man wirklich braucht nochmal extra dazu kaufen muss?


    Der Shop bietet die Grundfunktionalitäten, die man braucht (Rechnungslegung, Bestellungen, etc.). Die Idee war es mit der aktuellen Generation die Funktionen in Modulen zu verkaufen, d.h. als Kunde zahlt man nur noch für die Funktionen, die man wirklich benötigt. Man konfiguriert sich quasi den Shop nach den eigenen Bedürfnissen.

  • Der Shop bietet die Grundfunktionalitäten, die man braucht (Rechnungslegung, Bestellungen, etc.). Die Idee war es mit der aktuellen Generation die Funktionen in Modulen zu verkaufen, d.h. als Kunde zahlt man nur noch für die Funktionen, die man wirklich benötigt. Man konfiguriert sich quasi den Shop nach den eigenen Bedürfnissen.


    Dafür müsstest du es etwas feiner granulieren, zumindest empfinde ich es so. Zu dem solltest du die Texte auch mal entsprechend ausführlicher schreiben und wirklich genau sagen, was wo möglich ist, dass erschließt sich nämlich nicht immer.

    Meinungsfreiheit ist keine Einbahnstraße

    - Teralios irgendwann 2017 in einer Diskussion